Bluthochdruck-Risikofaktor Nr. 1

Bluthochdruck – Risikofaktor Nr. 1

Bluthochdruck ist nicht spektakulär. Er tut nicht weh, macht meist lange keine Beschwerden und wird deshalb häufig unterschätzt. Genau das macht ihn gefährlich.
Eine im Februar 2025 publizierte Studie spricht von weltweit geschätzten über 1,3 Milliarden Erwachsene, die an Hypertonie leiden. In Österreich sind in etwa 1,5 Millionen Menschen  – also ca. jeder vierte – von der Volkskrankheit betroffen.

Dr. Peter Lechleitner erklärt in diesem Beitrag, warum Bluthochdruck einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz, Hirn, Nieren und Gefäße ist – und warum gute Blutdruckwerte gerade ab der Lebensmitte viel mit Selbstständigkeit, Lebensqualität und Freiheit zu tun haben.

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Dr. Peter Lechleitner im Interview – Gesundheit 60plus mit Augenmaß.
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INHALTSVERZEICHNIS

Dr. Peter Lechleitner
Fotocredit: Osttirol Journal

Univ.-Prof. Dr. Peter Lechleitner
war mehr als 40 Jahre als Internist und Kardiologe in Klinik, Forschung und Intensivmedizin tätig. Sein Zugang zu Gesundheit ist wissenschaftlich fundiert, kritisch gegenüber manchem Hype und zugleich offen für sinnvolle Ergänzungen mit Augenmaß.

Neben seiner medizinischen Laufbahn ist er Autor, Musiker und Maler. Aktuell schreibt er an seinem zweiten Buch „Gesundheitskompromiss – Perfektion ist der Feind des Guten: Wie Sie ohne Verlust von Lebensqualität gesund bleiben können“.

Wir freuen uns sehr, dass er sein neues Buch bei Wir BestAger vorstellt und uns als medizinischer Experte begleitet.

Im ausführlichen Interview erfährst du mehr über den Arzt und vielseitigen Mann, auch bekannt als “Peter Doc”.

Gesundheitsgefahr für 50Plus

Bluthochdruck ist weltweit die größte Gefahr für Gesundheit, gefolgt von Rauchen, Fettleibigkeit, Luftverschmutzung und erhöhtem LDL-Cholesterin.

Zu diesem Fazit kommt die sogenannte Global Burden of Disease Study, eine Studie, die weltweit Veränderungen und Entwicklungen von Krankheiten, Unfällen und Risikofaktoren verfolgt. Laut ihren Ergebnissen sterben jährlich weltweit 10 Millionen Menschen an den Folgen von Bluthochdruck. Dies sind vor allem Herzinfarkt, Herzschwäche, Schlaganfall und Demenz.

Die Senkung des erhöhten Blutdrucks ist eine der effizientesten Maßnahmen in der Gesundheitsprävention. Hier haben wir in den letzten Jahren ausgezeichnete Medikamente zur Hand bekommen. Dass diese wegen der irritierenden Beipackzettel eher als schädlich als gesundheitsfördernd angesehen werden, bewirkt, dass die meisten Blutdruckpatienten überhaupt nicht oder nicht ausreichend eingestellt werden. Dabei wäre diese Therapie einfach und hoch effizient.

Eine adäquate Blutdruckeinstellung wäre also viel hilfreicher als ständige Gesundheitschecks ohne Konsequenz.

Bluthochdruck – die stille Gefahr einfach gebannt

Bluthochdruck, im Fachjargon „Hypertonie“, ist kein akutes Ereignis wie ein Beinbruch, sondern ein chronischer Zustand, der die Gefäße über Jahre mürbe macht.

Herzinfarkt, Herzschwäche, Schlaganfall, Nierenversagen, Sehschwäche und Demenz können die Folgen sein. Stellen Sie sich Ihr Gefäßsystem wie ein Bewässerungssystem im Garten vor: Ist der Druck dauerhaft zu hoch, werden die feinen Schläuche porös und die Pumpe – Ihr Herz – verschleißt vorzeitig.

Ursächlich hängt der Bluthochdruck meist mit unserem Lebensstil, wie Gewicht, Ernährung, Stress, Schlafstörungen, Umwelt und Klima, zusammen. Er betrifft zwei Drittel der Best-Ager-Menschen unserer westlichen Welt und wird dann essentieller Bluthochdruck genannt.

In wesentlich selteneren Fällen ist er die Folge von anderen Erkrankungen wie Nierenschwäche, Stoffwechsel- und Hormonstörungen und wird dann sekundärer Bluthochdruck genannt.

Was wir messen, sind zwei Werte: der systolische Wert, also der obere Wert, ist der Druck beim Herzschlag. Der diastolische Wert, also der untere Wert, ist der Druck in der Ruhephase des Herzens.

Jahre hinterlassen Spuren an den Gefäßen

Ab dem 50. Lebensjahr verändert sich die Physiologie unserer Gefäße spürbar. Die Elastizität der Arterien nimmt ab, ein Prozess, den wir Gefäßsteifigkeit nennen.

Für die Generation 50+ bedeutet das oft ein Phänomen namens isolierte systolische Hypertonie: Der obere Wert steigt, während der untere stabil bleibt oder sogar sinkt. Das liegt daran, dass die Hauptschlagader den Druckschlag des Herzens nicht mehr so gut abfedern kann – die sogenannte Windkesselfunktion.

In diesem Lebensabschnitt kommen oft weitere Faktoren hinzu: Der Stoffwechsel verlangsamt sich, das Gewicht steigt leichter an, und der berufliche oder familiäre Stress erreicht oft seinen Zenit.

Die 50 ist daher der ideale Zeitpunkt für einen „Boxenstopp“ beim Arzt, um die Weichen für die nächsten 30 Jahre zu stellen.

Welche Blutdruckwerte sind normal?

Die Leitlinien haben sich in den letzten Jahren verschärft, da Studien, wie die sogenannte SPRINT-Studie, gezeigt haben, dass eine konsequente Senkung das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte massiv reduziert.

Die Kategorisierung nach ESC/ESH-Leitlinien:

Optimal: < 120/80 mmHg
Normal: < 130/85 mmHg
Hoch-Normal: < 140/90 mmHg
Bluthochdruck: > 140/90 mmHg

Die goldene Regel für 50+

Der Blutdruck sollte primär zu Hause gemessen werden. Das liefert die verlässlichsten Werte.

Generell streben wir heute fast immer einen Zielwert von unter 140/90 mmHg an. Wenn die Behandlung gut vertragen wird, zielen wir bei den meisten Patienten sogar auf 130/80 mmHg oder knapp darunter ab.

Wichtig: Bei Patienten über 65 oder 70 Jahren sind wir etwas vorsichtiger. Hier ist das Ziel primär < 140 mmHg systolisch, um Schwindel und Stürze durch einen zu niedrigen Blutdruck zu vermeiden.

In der Gruppe 50+ schauen wir nicht nur auf das Blutdruckmessgerät. Wir achten auf das Gesamtrisikoprofil:

Begleiterkrankungen: Besteht bereits ein Typ-2-Diabetes oder eine Nierenschwäche? Dann ist der Schutz der Gefäße noch dringlicher.

Die nächtliche Absenkung: Normalerweise sinkt der Blutdruck nachts um 10–20 % („Dipping“). Bleibt dieser Abfall aus („Non-Dipping“), steigt das Risiko für Organschäden deutlich. Eine 24-Stunden-Messung ist hier Gold wert.

Die „maskierte“ Hypertonie: Manche Patienten haben beim Arzt normale Werte, aber im Alltag unter Stress schießen sie durch die Decke.

Dann gibt es noch die viel häufigere Weißkittelhypertonie: Beim Arzt ist der Druck oft deutlich erhöht, zu Hause wieder normal. Das ist ein wesentlicher Grund, den Blutdruck zu Hause zu messen.

Lebensstilveränderungen sind die Basis

Bevor wir zur Tablette greifen, ist der Lebensstil der wichtigste Hebel. Aber: weg vom erhobenen Zeigefinger und hin zur Eigenverantwortung.

Salzreduktion: Schon 2 Gramm Salz weniger pro Tag können den Blutdruck senken wie ein leichtes Medikament. Salz kann teilweise durch andere Gewürze ersetzt werden.

Bewegung: 150 Minuten moderates Ausdauertraining pro Woche, etwa flottes Gehen, wenn möglich 5.000 Schritte pro Tag, Schwimmen oder Radfahren, machen die Gefäße wieder geschmeidig. Rolltreppen und Aufzüge sind tabu wie langdauerndes Sitzen ohne dazwischen aufzustehen und sich zu bewegen.

Das „Bauchgold“: Jedes Kilo weniger senkt den Blutdruck um etwa 1–2 mmHg.
Passend dazu: Im Beitrag Langlebigkeit – was gesundes Altern wirklich fördert geht es ebenfalls um jene Faktoren, die ab der Lebensmitte besonders viel für Gesundheit und Lebensqualität bewirken können.

Wie Sie mit nur einer Lebensstil-Veränderung beginnen

Wenn Sie nur an einer Stellschraube drehen wollen, wählen Sie diejenige, die den größten „Return on Investment“ hat.

Der Favorit: 30 Minuten Gehen. Nicht Joggen, nicht Fitnessstudio. Einfach jeden Tag 30 Minuten zügig spazieren gehen. Das senkt den Blutdruck oft um 5 bis 8 mmHg. Es ist die einfachste Gewohnheit, die das Herz-Kreislauf-System sofort entlastet.

Die Methode: Verknüpfen Sie die neue Gewohnheit mit einer alten. „Nach dem Abendessen ziehe ich sofort die Schuhe an und gehe eine Runde um den Block.“ Denken Sie nicht darüber nach, tun Sie es einfach.

Das Ziel: Machen Sie das 21 Tage lang. Danach ist es kein Projekt mehr, sondern Teil Ihrer Identität.

Bluthochdruck Massnahmen

Medikamente sind wahre Lebensverlängerer

Wenn der Lebensstil nicht ausreicht, greifen wir ein. Die moderne Medizin nutzt heute meist Fixkombinationen von verschiedenen Wirkstoffen. Das heißt: meist zwei Wirkstoffe in einer Tablette. Das erhöht die Therapietreue massiv, da man nicht mehrere verschiedene Pillen schlucken muss.
Nebenbei: Sogenannte Generika, also Nachbaumedikamente, sind genauso wirksam, haben aber öfter eine andere Farbe als das Originalpräparat. Sonst ist alles gleich.

Die gängigen Wirkstoffe, sogenannte ACE-Hemmer, Sartane, Calciumantagonisten und Thiazide, sind über Jahrzehnte erprobt und sehr sicher. Das Ziel ist nicht, Sie zum „Patienten“ zu machen, sondern Ihnen Lebensjahre in Gesundheit zu schenken.

Bluthochdruck als Risikofaktor Nr. 1 in der zweiten Lebenshälfte ist kein Schicksal, sondern eine gestaltbare Variable. Wer seine Zahlen kennt und bereit ist, notwendige Justierungen im Alltag vorzunehmen, schützt sein Gehirn vor Demenz und sein Herz und seine Nieren vor Schwäche.

Medikamente: was könnte passieren? Nebenwirkungen

Keine Sorge, Ärzte verschreiben heute keine „Hämmer“ mehr, die Sie völlig aus der Bahn werfen. Aber jedes wirksame Medikament kann Spuren hinterlassen. Hier sind die Klassiker:

ACE-Hemmer, zum Beispiel Ramipril: Die häufigste Nebenwirkung ist ein trockener Reizhusten. Wenn das passiert, wechseln wir einfach auf eine andere Wirkstoffklasse, die Sartane. Dann ist der Husten weg.

Sartane, zum Beispiel Candesartan: Sie gelten als die „Edel-Blutdrucksenker“, weil sie fast so gut verträglich sind wie ein Placebo. Gelegentlich kann es zu leichtem Schwindel kommen, wenn der Druck am Anfang sinkt.

Calciumantagonisten, zum Beispiel Amlodipin: Hier können manchmal dicke Knöchel, also Ödeme, auftreten, besonders abends. Das ist harmlos, aber lästig.

Wassertreibende Medikamente, zum Beispiel Hydrochlorothiazid: Sie können Krämpfe verursachen und Hautveränderungen verstärken. Dennoch sind sie meist sehr gut verträglich.

Betablocker: Sie werden heute seltener als Erstmittel eingesetzt, meist nur bei begleitenden Herzerkrankungen. Sie können den Puls senken und manchmal müde machen oder die Erektionsfähigkeit beeinflussen.

Wichtig: Die meisten Nebenwirkungen verschwinden nach zwei Wochen, wenn der Körper sich an den neuen, gesunden Druck gewöhnt hat.

Was gibt es Neues?

Die „Impfung“ gegen Hochdruck:
Zilebesiran: Dieser Wirkstoff wird nur noch alle 3 bis 6 Monate unter die Haut gespritzt. Er wirkt – ähnlich der Corona-Impfung – über die sogenannte RNA-Interferenz. Mit Baxdrostat wurde ein neuer Hoffnungsträger für therapieresistenten Bluthochdruck gefunden.

Manschettenlose Überwachung:
Wearables der neuesten Generation ermöglichen eine kontinuierliche Blutdruckmessung ohne Aufpumpen. Das hilft, den „Praxis-Hochdruck“ und den nächtlichen Hochdruck besser zu erkennen. Diese Geräte ersetzen nicht die Manschette, denn die Werte müssen mit Manschettenmessungen abgeglichen werden. Sie zeigen aber kontinuierlich Trends an.

Gerade bei digitalen Gesundheitsinformationen, Apps und Wearables lohnt sich ein kritischer Blick. Dazu passt unser Beitrag Gesundheitsinfos im Internet – wie Du gute Quellen erkennst.

Das richtige Gerät: Oberarm schlägt Handgelenk

Für die meisten Patienten über 50 empfehle ich ein Oberarmmessgerät.

Warum? Handgelenksgeräte sind fehleranfälliger, da das Handgelenk während der Messung exakt auf Herzhöhe gehalten werden muss. Zudem sind die Gefäße am Oberarm dicker und liefern stabilere Daten.

Wichtig: Achten Sie beim Kauf auf das Prüfsiegel und die Bewertungen von Fachgesellschaften. Das garantiert Genauigkeit. Lassen Sie das Gerät alle 2–3 Jahre auf Genauigkeit überprüfen und auch, wie Ihre Messpraxis aussieht.

Manschettengrösse: das ist der häufigste Fehler

Eine zu kleine Manschette bei kräftigen Armen zeigt fälschlicherweise zu hohe Werte an. Messen Sie Ihren Oberarmumfang, bevor Sie ein Gerät kaufen, und kaufen Sie gegebenenfalls eine XL-Manschette.

Die konkrete Durchführung: 5-2-1-regel

5 Minuten Ruhe: Setzen Sie sich vorher hin. Kein Handy, kein Fernsehen, kein Gespräch.

Die Haltung: Füße flach auf den Boden, nicht überschlagen. Rücken anlehnen. Arm entspannt auf den Tisch oder die Stuhllehne legen, sodass die Manschette auf Herzhöhe ist.
Für Internetfans: Heute gibt es für fast alles Videoanleitungen.

2 Messungen mit 1 Minute Abstand: Messen Sie zweimal hintereinander mit einer Minute Pause dazwischen. Der zweite Wert ist der „echtere“, da die erste Messung noch mit Restanspannung verbunden sein kann. Notieren Sie die zweite Messung.

Modernere Geräte zeichnen all Ihre Messungen auf und erstellen ein Protokoll über lange Zeiträume. Entscheiden Sie sich für ein solches Gerät.

Wie oft kontrollieren?

In der Einstellungsphase: Wenn wir die Medikamente anpassen, messen Sie bitte zweimal täglich – morgens vor der Pilleneinnahme und abends vor dem Essen –, idealerweise über eine Woche.

Bei stabilen Werten: Es reicht völlig aus, ein- bis zweimal pro Woche an verschiedenen Tagen zu messen. Werden Sie nicht zum Sklaven des Geräts. Exzessives Messen erzeugt Stress, der wiederum den Blutdruck treibt.

Praktikable Tipps für den Alltag

Das Mess-Tagebuch: Bringen Sie Ihre Notizen oder die App-Auswertung immer mit in die Praxis. Ein einzelner Wert beim Arzt sagt wenig; der Trend über zwei Wochen sagt alles.

Die Morgen-Falle: Messen Sie morgens direkt nach dem Aufstehen, aber bevor Sie Kaffee trinken oder rauchen. Koffein und Nikotin verfälschen das Ergebnis für etwa 30–60 Minuten.

Kalium ist der Gegenspieler: Essen Sie Bananen, Kartoffeln und Nüsse. Kalium hilft dem Körper, Natrium, also Salz, auszuscheiden und entspannt die Gefäße.

Kaliumreiche Nahrung

Wenn der Wert sehr hoch ist

Wenn Sie einen Wert von über 180/110 mmHg messen: Keine Panik. Angst treibt den Wert sofort um weitere 20 mmHg hoch.

Ruhepause: Legen Sie sich 15 Minuten flach hin, atmen Sie ruhig und tief durch.

Nachmessen: Ist der Wert immer noch so hoch?

Ohne Beschwerden: Kontaktieren Sie Ihren Hausarzt am selben Tag oder rufen Sie den ärztlichen Telefondienst 1450 an.

Mit Beschwerden: Haben Sie Brustschmerzen, Atemnot, starke Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen? Dann ist das ein hypertensiver Notfall. Zögern Sie nicht: Wählen Sie 144.

Wie oft zum Arzt?

Stabil eingestellt: Einmal im Quartal zum Check, also Blutdruck und kurzes Gespräch.
Einmal im Jahr sollte ein EKG geschrieben werden. Außerdem sollten Nierenwerte, Cholesterin und Nüchternzucker im Blut gemessen werden.

Langzeit-Blutdruck: Einmal pro Jahr empfehle ich eine 24-Stunden-Messung beim Internisten, um zu sehen, ob Ihr Blutdruck nachts ausreichend absinkt.

Der „Medikamenten Verweigerer-Heldentod“

Diesen Begriff nutze ich manchmal für Patienten, die stolz darauf sind, „keine Chemie“ zu schlucken, während ihr Körper innerlich unter Hochdruck steht.
Das Problem beim „Medikamentenverweigerer-Heldentod“: Er ist selten ein schneller Tod. Wer eine Therapie verweigert, stirbt oft nicht sofort am Infarkt, sondern erleidet den „schleichenden Verfall“:

Der Schlaganfall, der nicht tötet: Man überlebt, ist aber halbseitig gelähmt oder kann nicht mehr sprechen.

Vaskuläre Demenz: Das Gehirn wird durch tausende winzige Durchblutungsstörungen „löchrig“. Man verliert sein Gedächtnis, weil die Gefäße zu starr werden und verkalken.

Die Nierenschwäche: Man landet schlimmstenfalls an der Dialyse, weil die feinen Filter der Niere durch den Druck zerfetzt wurden.

Der „Heldentod“ bedeutet also oft jahrelange Pflegebedürftigkeit. Das ist kein Heldentum, sondern ein vermeidbares Risiko.
Ein modernes Blutdruckmedikament ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Versicherung für Ihre Freiheit im Alter.

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Mag. Ulrike Ischler

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